Schutzgebiet Wengimoos
Übersicht
BirdLife Bern besitzt über 50 Hektar Land und betreut zudem verschiedene Naturschutzgebiete im Kanton Bern. Dazu gehören international und national bedeutende Gebiete wie der Fanel und der Heidenweg. Dabei pflegen wir die Lebensräume, führen Biotopaufwertungen zu Gunsten gefährdeter Tier- und Pflanzenarten durch und zählen die Brutvögel. Dabei arbeiten wir eng mit dem Kanton Bern und Partnern zusammen.
Diese wichtigen Arbeiten könnten ohne Freiwillige nicht durchgeführt werden. Wer sich direkt im Naturschutz im Kanton Bern engagieren möchte, kann sich bei gebiete@birdlifebern.ch melden.
Wengimoos
Daten
Grösse: 33 ha, davon 15 ha im Besitz von BirdLife Bern
Höhe: 475 Meter über Meer
Brutvögel
Schwarzkehlchen, Kiebitz, Zwergtaucher, Zwergdommel, Wasserralle, Sumpfrohrsänger, Drosselrohrsänger, Feldschwirl, Rohrschwirl, Gartengrasmücke, Neuntöter
Durchzügler
Fischadler, Rohrweihe, Grünschenkel, Bruchwasserläufer, Wiedehopf, Braunkehlchen, Blaukehlchen, Beutelmeise
Überwinterer
Silberreiher, Krickente, Zwergschnepfe (sporadisch), Bekassine, Eisvogel, Raubwürger, Kornweihe
Betreuung
Daniel Friedli, Susanna Maurhofer, Reinder Bearda
Bedeutung
- Torfstichlandschaft mit vielen kleinen Teichen und reicher Fauna und Flora.
- Flachmoor und Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung.
- Drittwichtigstes Gebiet für Libellen im Kanton Bern.
- Über 160 beobachtete Vogelarten.
Geschichte
In den Jahren 2013 und 2014 realisierte die Berner Ala gemeinsam mit der Abteilung Naturförderung des Kantons Bern (ANF) ein Projekt zur ökologischen Aufwertung des Gebiets. Dabei wurde einerseits die völlig verbuschte Insel im Teich des Flachmoors gerodet und auf eine Kote von 20 Zentimeter unter dem normalen Wasserstand abgetragen. Andererseits wurde eine grosse, extensiv bewirtschaftete Fläche abhumusiert und danach mit flachen Gräben und Teichen, die zum Teil vom Grundwasser gespeist werden, neu gestaltet. Um die Transporte möglichst kurz zu halten, wurde das anfallende Material auf landwirtschaftlich genutzte Parzellen in der näheren Umgebung verteilt.
Als direktes Ergebnis der Massnahmen brüteten 2014 erstmals nach mehr als 50 Jahren wieder 2 Kiebitzpaare im Gebiet. Auch für etliche andere brütende und ziehende Vögel ist das Wengimoos attraktiver geworden, desgleichen für Amphibien, Libellen und Flachmoorpflanzen. Die Landwirte der Umgebung profitierten ebenfalls: Mit dem Aushubmaterial konnten 5 Hektaren Kulturland aufgewertet werden.