Schutzgebiet Fraubrunnenmoos

Übersicht

BirdLife Bern besitzt über 50 Hektar Land und betreut zudem verschiedene Naturschutzgebiete im Kanton Bern. Dazu gehören international und national bedeutende Gebiete wie der Fanel und der Heidenweg. Dabei pflegen wir die Lebensräume, führen Biotopaufwertungen zu Gunsten gefährdeter Tier- und Pflanzenarten durch und zählen die Brutvögel. Dabei arbeiten wir eng mit dem Kanton Bern und Partnern zusammen.

Diese wichtigen Arbeiten könnten ohne Freiwillige nicht durchgeführt werden. Wer sich direkt im Naturschutz im Kanton Bern engagieren möchte, kann sich bei gebiete@birdlifebern.ch melden.

Fraubrunnenmoos

Daten

Grösse: 4.8 ha – im Besitz von BirdLife Bern
Höhe: 490 Meter über Meer

Brutvögel

Kiebitz, Feldlerche (unregelmässig)

Durchzügler

Bisher wurden hier über 20 Limikolenarten beobachtet

Betreuung

Bedeutung

Das Fraubrunnenmoos liegt in der Schwemmebene der Emme und der Urtenen. Es beherbergt eine Kiebitzkolonie, und auch die Feldlerche brütet hier. Das Gebiet ist zudem ein wichtiger Rastplatz für ziehende Limikolen. In den Tümpeln laichten 2018 erstmals mehrere Kreuzkröten. Zu den Besonderheiten der ansässigen Wirbellosenfauna zählt der stark gefährdeter Schwarzblaue Moorbläuling.

Geschichte

Bereits 1997 schloss der damalige Landbesitzer mit der Abteilung Naturförderung (ANF) des Kantons Bern eine Vereinbarung ab mit dem Ziel, die für die Kiebitze wichtigsten Flächen gezielt nach den Bedürfnissen dieser Vogelart zu bewirtschaften. 2007 wurde in einem Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Fraubrunnen, der Stiftung BUFO und der Berner Ala eine rund 1,4 ha grosse Teilfläche für den Kiebitz aufgewertet: Die Humusschicht wurde vollständig abgetragen, und auf der Ruderalfläche wurden mehrere kleine Tümpel ausgehoben. Fortan unterstützte ein Team der Stiftung BUFO den Landbesitzer bei den Pflegearbeiten.

2014 erwarb die Berner Ala das gesamte, 4,8 ha grosse Gebiet. Zwei Jahre danach wurde mit Unterstützung der ANF ein weiteres, umfassendes Aufwertungsprojekt realisiert, wobei weitere Ruderalflächen und temporäre Gewässer entstanden. Um die Kiebitzbruten vor Prädation durch Füchse zu schützen, wurde ein von einer Photovoltaik-Anlage gespeister Elektrozaun rund um die Parzelle installiert.

Ein Aussichtshügel bietet Ausblick auf den Lebensraum.

Aktuelle Vogelsichtungen

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